 |
Softpicks.Net Deutsch Software Forum Deutsch
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Günther Innerhofer
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 25
|
Verfasst am: Mi März 21, 2007 10:25 pm Titel: DirectX-10 fuer WinXP |
|
|
"Benjamin Gawert" <bgawert [at] gmx.de> schrieb
> Wohl kaum. Schon aufgrund meiner Arbeit habe ich vermutlich ein paar
> tiefere Einblicke in derartige Zusammenhänge als die Allgemeinheit...
.... deinen Postings nach zu Urteilen sind diese Einblicke rein technischer
Natur.
> Nein, auf meine Erfahrungen im Bereich der Entwicklung von
> Hochsicherheitslösungen im Luftfahrt-Bereich...
.... also doch ein Techniker. Das heißt, dass du keine Ahnung von
weitblickenden Unternehmensstrategien im Bereich Kartellbildung, Ausnutzung
von Monopolstellungen, unlauterem Wettbewerb, Bilanzmanipulationen, gezielte
Schwächung der Konkurrenz über Strohmänner an der Börse etc. hast:
Wenn man der Liste von Forbes glauben darf (verschiedene Listen differieren
etwas, aber nur unwesentlich), konnte Microsoft weltweit im Jahre 2006 trotz
Gewinneinbrüchen durch die verspätete Veröffentlichung von Vista bei einem
Umsatz von 41,36 Mrd USD einen Gewinn von 13,06 Mrd USD verbuchen. Das
entspricht grob 30%. Von solchen Spannen können die meisten Firmen nur
träumen. Da auch für den Aktienmarkt solche Gewinnspannen nicht notwendig
sind, kann man davon ausgehen, dass der wirkliche Gewinn höher ist und alle
Unsicherheitsposten mit weit überhöhten Risikobewertungen in die Bilanz
reingenommen wurden sowie massig Investitionen und Firmenzukäufe getätigt
wurden.
http://www.forbes.com/lists/2006/18/06f2000_The-Forbes-2000_Rank.html
Wenn MS keine Quasimonopolstellung hätte (was jedoch auf dem
Betriebssystemsektor im kommerziellen Bereich unumstritten ist), würde man
sich schon fragen, wie solche Gewinne ohne unseriöse Methoden möglich wären.
Natürlich nützt jede Firma ihre Vorteile, und man kann MS aus
unternehmerischer Sicht hierfür keine Vorwürfe machen. Aber dein Argument
für nicht vertretbare Kosten für intensivere Testroutinen kann unter diesen
Umständen nicht gelten.
mfg
Günther Innerhofer
.
|
|
| Nach oben |
|
 |
Günther Innerhofer
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 25
|
Verfasst am: Mi März 21, 2007 10:41 pm Titel: DirectX-10 fuer WinXP |
|
|
.... ups, das war die Liste für das Jahr 2005. Für 2006 sind die Zahlen
irgenwo bei 45-50 Mrd USD Umsatz und 28% Gewinn.
Schaut mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft
--> im Jahr 2004 schüttete MS 34 Mrd USD an Dividende aus und hatte trotzdem
noch eine Eigenkapitalsquote von 75% ; auch ein Wert, von dem die meisten
Firmen nur träumen können.
Gibt es eigentlich noch jemanden, der mit MS Meitleid hat, wenn die ein paar
Milliarden mehr für den Endkunden investieren würden?
mfg
Günther Innerhofer
.
|
|
| Nach oben |
|
 |
Günther Innerhofer
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 25
|
Verfasst am: Do März 22, 2007 9:00 pm Titel: DirectX-10 fuer WinXP |
|
|
"Karlheinz Linder" <karlheinz.linder [at] t-online.de>
> deinen Posings nach zu urteilen sind deine Einblicke typisches Gefasel
> eines Möchtegern BWLers und krankhaften Gutmenschen, der sich aber mit
> technischen Details nicht auseindersetzen will. Das ist alles viel zu
> kompliziert, außerdem steht deine Meinung eh schon fest, Fakten und
> techniche Details verwirren dich nur.
.... bitte um Erklärung, was ein BWLer ist. Könnte BesserWissLer bedeuten,
oder?
Aber du hast recht. Als Endkunde will ich für mein Geld eine ordentliche
Ware. Ich will keine Billigware mit Fehlern, sondern bin bereit auch mehr zu
bezahlen, wenn das Endprodukt meinen Erwartungen entspricht. Wenn ich mir
ein Auto kaufe, will ich auch nur fahren, ohne ständig selbst daran
rumschrauben zu müssen. Mein Handy verwende ich zum telefonieren, ohne zu
wissen auf welcher Frequenz es sendet. Mich interessiert auch nicht, wie die
Komponenten im Detail funktionieren.
Vielleicht gibst DU dich bei einem sog. "Montagsauto" damit zufrieden, wenn
man dich mit der Aussage "was regst du dich auf; um diesen Preis muss man
damit leben" abspeist. Man überreicht dir ein paar Ersatzteile; den Einbau
kannst du dann selbst erledigen. Würdest du so etwas im Ernst akzeptieren?
mfg
Günther Innerhofer
.
|
|
| Nach oben |
|
 |
Benjamin Gawert
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 236
|
Verfasst am: Sa März 24, 2007 6:59 am Titel: DirectX-10 fuer WinXP |
|
|
* Günther Innerhofer:
>> Wohl kaum. Schon aufgrund meiner Arbeit habe ich vermutlich ein paar
>> tiefere Einblicke in derartige Zusammenhänge als die Allgemeinheit...
>
> ... deinen Postings nach zu Urteilen sind diese Einblicke rein technischer
> Natur.
Dann täuscht Dich Dein Urteil...
>> Nein, auf meine Erfahrungen im Bereich der Entwicklung von
>> Hochsicherheitslösungen im Luftfahrt-Bereich...
>
> ... also doch ein Techniker. Das heißt, dass du keine Ahnung von
> weitblickenden Unternehmensstrategien im Bereich Kartellbildung, Ausnutzung
> von Monopolstellungen, unlauterem Wettbewerb, Bilanzmanipulationen, gezielte
> Schwächung der Konkurrenz über Strohmänner an der Börse etc. hast:
Wie gesagt, Dein Urteil täuscht Dich. Du kannst mir glauben, dass ich
durchaus weiss, wie das in grossen Unternehmen abläuft, schon weil das
auch zu meiner Position gehört.
> Wenn man der Liste von Forbes glauben darf (verschiedene Listen differieren
> etwas, aber nur unwesentlich), konnte Microsoft weltweit im Jahre 2006 trotz
> Gewinneinbrüchen durch die verspätete Veröffentlichung von Vista bei einem
> Umsatz von 41,36 Mrd USD einen Gewinn von 13,06 Mrd USD verbuchen. Das
> entspricht grob 30%. Von solchen Spannen können die meisten Firmen nur
> träumen.
Mal abgesehen davon, dass Du nicht schreibst, wie der Gewinn ermittelt
wurde (es gibt eben nicht einfach *den* Gewinn, sondern versch. Arten
abhängig von der Berechnungsmethode wie z.B. DCF): 30% sind bei einem
Unternehmen in der Größe Microsofts nichts Ungewöhnliches, vor Allem
nicht angesichts der Kapitaleinlagen. Natürlich gibts andere
Unternehmen, die geringere Gewinne verzichnen. Genauso gibts
Unternehmen, die höhere Gewinne ausweisen können. So ist das nunmal in
der kapitalistischen Marktwirtschaft. Und Du kannst mir glauben, dass
das Verbraucherdenken "Gewinn = Geld, mit dem die Unternehmen sich auf
Kosten der Kunden die taschen füllen und was frei verfügbar ist" ist
schlichtweg falsch. Ein Teil der Gewinne existiert je nach
Berechnungsverfahren nur auf dem Papier, ein anderer Teil muss Verluste
einer anderen Sparte auffangen etc.
Du solltest auch nicht vergessen dass MS eben nicht nur Windows macht,
sondern noch massenweise andere Geschäftsbereiche hat. Und nicht alle
sind gleich erfolgreich.
Benjamin
.
|
|
| Nach oben |
|
 |
Günther Innerhofer
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 25
|
Verfasst am: Sa März 24, 2007 10:06 am Titel: DirectX-10 fuer WinXP |
|
|
"Benjamin Gawert" <bgawert [at] gmx.de> schrieb
.... gut, ich gebe mich geschlagen.
Aber mal was anderes. Nachdem du dich auf dem Gebiet der
Software-Entwicklung gut auskennst, würde mich folgendes interessieren:
Gestern wurde STALKER bei uns released. Hab ich mir natürlich gleich
zugelegt. Leider habe ich wie mittlerweile sehr viele andere Spieler das
Problem, dass das Game einfach einfriert, wenn sich Shadermodel-3 benutze
(z.B. dynamische Beleuchtung). Bei statischer Beleuchtung passiert das
nicht. In irgendeiner LOG-Datei steht dann was mit nem Fehler wegen
fehlender Ressourcen.
Mein PC ist zwar nicht neu, aber sonst nicht so schlecht. Das Spiel läuft
auch sehr gut ... bis es eben einfriert
Athlon64 3800+
Ati Radeon X1800XT
nForce4-Chipsatz
Creative AudigyGamer
2 GB Ram
Auslagerungsdatei von System verwalten (auch reichlich Platz auf Festplatte)
WinXP-SP2 (relativ frische Installation ohne Tunig- und Deinstallationsmüll)
Direct-X 9c (neueste Version)
neuester Ait-Catalyst
neuester nForce4-Chipsatztreiber
neuester Soundtreiber für AudigyGamer
(keine Übertaktung von Proessor, Grafikkarte oder RAM)
Nachdem dieses Problem viele Spieler betrifft, gehe ich mal von einem Bug
aus.
Wie kann so etwas passieren (vor allem bei den elendslangen Verschiebungen
des Releases). So exotisch ist meine PC-Konfiguration nun auch nicht. So ein
gravierender Bug hätte doch im Zuge der Tests auffallen müssen.
Das ist mir gleich schleierhaft wie der sog. "Ambientsound-Bug" bei
Gothic-3, der immer noch nicht ganz behoben worden ist (das Geknatter ist
zwar weg, aber in gewissen Situationen gibt es gar keinen Ambientsound, wie
z.B. kein Rauschen von Wasserfällen)
mfg
Günther Innerhofer
.
|
|
| Nach oben |
|
 |
Benjamin Gawert
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 236
|
Verfasst am: Sa März 24, 2007 12:08 pm Titel: DirectX-10 fuer WinXP |
|
|
* Günther Innerhofer:
> Gestern wurde STALKER bei uns released. Hab ich mir natürlich gleich
> zugelegt.
Ich war auch schon in Versuchung, allerdings warte ich wohl doch den
ersten Patch ab. Wie ich in versch. Foren gelesen habe sind da durchaus
noch einige Fehler drin...
> Leider habe ich wie mittlerweile sehr viele andere Spieler das
> Problem, dass das Game einfach einfriert, wenn sich Shadermodel-3 benutze
> (z.B. dynamische Beleuchtung). Bei statischer Beleuchtung passiert das
> nicht. In irgendeiner LOG-Datei steht dann was mit nem Fehler wegen
> fehlender Ressourcen.
>
> Mein PC ist zwar nicht neu, aber sonst nicht so schlecht. Das Spiel läuft
> auch sehr gut ... bis es eben einfriert
>
>
> Athlon64 3800+
> Ati Radeon X1800XT
> nForce4-Chipsatz
> Creative AudigyGamer
Der Chipsatz und die Soundkarte ist u.U.(!) nicht ganz unkritisch im
Verbund, vor Allem, wenn noch andere PCI-Geräte am Bus hängen. Der
nForce4 hat zwar einen besseren PCI-Durchsatz als seine Vorgänger,
reagiert aber ebenso sensibel auf Karten, die die vorgeschr.
Latenzzeiten überschreiten (was bei eigentlich allen Creative
Soundkarten der Fall ist). Wie gesagt, meistens gibts keine Probleme,
auszuschliessen ist das aber nicht. Dies nur als Hinweis.
> 2 GB Ram
sollte locker reichen...
> Auslagerungsdatei von System verwalten (auch reichlich Platz auf Festplatte)
> WinXP-SP2 (relativ frische Installation ohne Tunig- und Deinstallationsmüll)
Das sind schonmal gute Voraussetzungen...
> Direct-X 9c (neueste Version)
> neuester Ait-Catalyst
> neuester nForce4-Chipsatztreiber
> neuester Soundtreiber für AudigyGamer
> (keine Übertaktung von Proessor, Grafikkarte oder RAM)
>
> Nachdem dieses Problem viele Spieler betrifft, gehe ich mal von einem Bug
> aus.
Ist anzunehmen, die Frage ist allerdings, wo der Fehler liegt. Ich habe
STALKER wie gesagt noch nicht und bin daher auch nicht von dem Fehler
betroffen, aber anhand der Beschreibungen kann es ein Fehler im Spiel
selbst, ein Fehler in den Grafiktreibern oder sogar beidem sein.
> Wie kann so etwas passieren (vor allem bei den elendslangen Verschiebungen
> des Releases). So exotisch ist meine PC-Konfiguration nun auch nicht. So ein
> gravierender Bug hätte doch im Zuge der Tests auffallen müssen.
Richtig, sowas sollte auffallen. Nur ist die Frage, wie intensiv
überhaupt getestet wurde (gerade Spielehersteller tun sich anders als
Hersteller von Anwendungen oder Betriebssystemen meist etwas schwer mit
grösseren Feldtests). Andererseits kann wie gesagt auch durchaus ein
Fehler im Grafiktreiber dafür verantwortlich sein (wäre ja nicht das
erste Mal, gerade bei ATI). Hast Du schonmal ältere Grafiktreiber probiert?
> Das ist mir gleich schleierhaft wie der sog. "Ambientsound-Bug" bei
> Gothic-3, der immer noch nicht ganz behoben worden ist (das Geknatter ist
> zwar weg, aber in gewissen Situationen gibt es gar keinen Ambientsound, wie
> z.B. kein Rauschen von Wasserfällen)
Gothic3 ist eigentlich genau das, was Du an MS bemängelt hast: ein
völlig fehlerverseuchtes und unfertiges Produkt, welches vorschnell auf
den Markt geworfen wurde. Zumal die meisten Fehler ja nicht nur bei
wenigen Systemen auftreten, sondern auf mehr oder weniger allen...
Benjamin
.
|
|
| Nach oben |
|
 |
Dirk Wolfgang Glomp
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 468
|
Verfasst am: Mo März 26, 2007 7:20 am Titel: DirectX-10 fuer WinXP |
|
|
Benjamin Gawert schrieb:
> * Günther Innerhofer:
>> Wenn man der Liste von Forbes glauben darf (verschiedene Listen
>> differieren etwas, aber nur unwesentlich), konnte Microsoft weltweit
>> im Jahre 2006 trotz Gewinneinbrüchen durch die verspätete
>> Veröffentlichung von Vista bei einem Umsatz von 41,36 Mrd USD einen
>> Gewinn von 13,06 Mrd USD verbuchen. Das entspricht grob 30%. Von
>> solchen Spannen können die meisten Firmen nur träumen.
>
> Mal abgesehen davon, dass Du nicht schreibst, wie der Gewinn ermittelt
> wurde (es gibt eben nicht einfach *den* Gewinn, sondern versch. Arten
> abhängig von der Berechnungsmethode wie z.B. DCF): 30% sind bei einem
> Unternehmen in der Größe Microsofts nichts Ungewöhnliches, vor Allem
> nicht angesichts der Kapitaleinlagen. Natürlich gibts andere
> Unternehmen, die geringere Gewinne verzichnen. Genauso gibts
> Unternehmen, die höhere Gewinne ausweisen können. So ist das nunmal in
> der kapitalistischen Marktwirtschaft. Und Du kannst mir glauben, dass
> das Verbraucherdenken "Gewinn = Geld, mit dem die Unternehmen sich auf
> Kosten der Kunden die taschen füllen und was frei verfügbar ist" ist
> schlichtweg falsch. Ein Teil der Gewinne existiert je nach
> Berechnungsverfahren nur auf dem Papier, ein anderer Teil muss Verluste
> einer anderen Sparte auffangen etc.
Solche Konzerne sind ja allerzeit bemüht ihre Geldflüsse möglichst
undurchsichtig zu gestalten. Und trotzdem bleiben wohl Summen in
millardenhöhe "frei verfügbar", die nicht zum Ausmerzen von Bugs
verwendet werden.
> Du solltest auch nicht vergessen dass MS eben nicht nur Windows macht,
> sondern noch massenweise andere Geschäftsbereiche hat. Und nicht alle
> sind gleich erfolgreich.
Erfolgreich sollen diese Geschäftsbereiche wohl gar nicht alle sein,
Hauptsache das keiner mehr bei diesem Dschungel von Tochterfirmen
durchzublicken vermag.
Dirk
.
|
|
| Nach oben |
|
 |
Dirk Wolfgang Glomp
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 468
|
Verfasst am: Di März 27, 2007 10:24 am Titel: DirectX-10 fuer WinXP |
|
|
Benjamin Gawert schrieb:
> * Dirk Wolfgang Glomp:
>
>> Die durch den Kostendruck knappe Entwicklungszeit und schlampig
>> arbeitende Entwickler, finden ja immer ein Argument um ihre Defizite
>> zu beschönigen.
>
> So einfach kann man sich das natürlich auch machen.
Tja wenn ich mir den Schrott so ansehe den M$ so produziert.
> Bei wievielen
> Software-Grossprojekten hast Du denn selbst schon mitgearbeitet?
Na nur weil man da als fleisige Ameise mit arbeitet, bekommt man noch
lange nicht mit wie auf der finanziellen Seite ganz oben gehandelt wird.
>> Natürlich ist es durchaus möglich, auch fehlerfreie Software zu
>> entwickeln.
>
> Natürlich, nur steht der Aufwand gerade bei Standardsoftware in keinem
> Verhältnis zum Nutzen...
Ja wohl nur wenn man genügend Kühe findet, die man ohne Futter melken kann.
Wo genau sollte denn ein Anwender davon profitieren, das es mehrere halbgare
Produkte gibt, mit denen man sich herumplagen muß?
> Wie gesagt, Du machst Dir das schlichtweg viel zu einfach.
Ja es könnte so einfach sein und weniger Resourcen verschleudert werden,
wenn doch nur diese Systemhörigkeit aus dem Bewußstsein der Geschädigten
verschwinden würde.
> Natürlich ist
> es für Endverbraucher schwer zu verstehen aber die Welt ist halt nicht
> einfach schwarz-weiss.
Vergleicht man mal die Konten von Endverbraucher und einem Großkonzern,
sehe ich nur rote oder schwarze Zahlen. Unterm Strich leben wir weit
hinter unseren Möglichkeiten. Leicht können unbegründete Ängste künstlich
geschürt, ein technologisches Mittelalter als einzig gangbaren Weg gepriesen
die Taschen weniger über alle Maße füllen.
> Wer mit derartigen Thesen um sich wirft muss sich
> mit Verlaub vorhalten lassen, über etwas zu reden, wovon er keine Ahnung
> hat.
Sagt eine gemolkene Kuh?
Irgendwie habe ich immer den Verdacht, das hier eine große Ohnmacht
gegenüber den Mächtigen der Welt, die Arschkriecherei begünstigt.
>>> Dann wirst Du ganz schnell sehen, dass es eben nicht mit ein paar
>>> hundert Beschäftigten mehr zum Testen getan ist.
>>
>> Man muß auch eine besondere Sorgfalt und die Zeit dafür der Software
>> angedeihen lassen.
>
> Das kannst Du bei Deinen Privat-Progrämmchen ja gerne so machen, aber in
> einem Betrieb, wo Geld verdient werden muss, ist so eine simple Denke
> schlichtweg nicht möglich.
Ja das ist ja landläufig das größte Übel, das hier aller Lebensqualität
nicht als Richtlinie des Handelns genommen wird, sondern in einer Art von
Selbstgeisselung ein extrem fehlerbehaftetes System sich anvertraut wird,
das bereits unzählige Male gezeigt hat, das es extrem lebensfeindlich ist.
So sehe ich eher diese Art von Denken als zu simpel an, zum Umdenken bedarf
es da schon etwas mehr, als sich einem bestehenden System unterzuordnen,
die Regeln der Wirtschaftsbosse wie göttliche Gebote nachzuplappern.
> Es sind Zeitpläne und vor Allem Kostenrahmen
> einzuhalten, Ressourcen sind auch nicht unbegrenzt vorhanden, und dann
> sollte das Endprodukt in der Entwicklung nicht teurer werden als auf dem
> Markt dafür erziehlt werden kann. Sprich: es fliessen eine Menge
> Faktoren ein, von dem die Masse der Konsumenten schlichtweg keinen
> blassen Schimmer hat.
Tja auch hier werden systembedingte Fehler als heilige Kühe gepriesen,
denn viele kleine Ameisen wollen ja beschäftigt werden.
> Nicht nur deswegen taugt das Bild von den bösen
> Konzernen, die die armen Verbraucher nur über den Tisch ziehen wollen,
> gerade für die bildungsresistenten Bevölkerungsschichten als
> Universalerklärung.
Klar braucht jedes Produkt auch seine Entwicklungszeit, nur rechtfertigt
das noch keine derartige Monopolisierung. Auch Frage ich mich, was macht
wohl große Bevölkerungsschichten besser bildungsresistent, als dieses
marktorientierte Anhimmeln dieser Machtverhähltnisse denen wir uns
zu Fügen gelernt haben.
> Was den Wahrheitsgehalt aber nicht steigert...
Von welcher Wahrheit redest du, von der die du von oben vergesetzt bekamst?
>>> Gerade bei Software, die auf einer quasi unendlichen Vielzahl an
>>> möglichen Kombinationen aus Hardware und Software (Treiber und andere
>>> Anwendungen!)
>>
>> Ach von unendlicher Vielzahl kann doch gar nicht die Rede sein, selbst
>> eine schlichte Knoppix findet doch schon fast jede Kombinationen.
>
> Das tolle Knoppix kommt hier auf einem älteren Standard-PC nichtmal
> damit klar, dass in dem Gerät zwei identische SCSI-COntroller verbaut
> sind.
Schon klar das in einer marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaft,
autarke Bemühungen besonders schwer haben.
> Mal abgesehen davon bedarf es nur eines kurzen Blickes auf das,
> was an Hardware am Markt verfügbar ist, um sich klarzumachen, dass die
> möglichen Kombinationen und damit auf die potentiellen Fehlerquellen
> quasi unbegrenzt sind. Und auch Linux kämpft oft genug mit dieser
> Hardwarevielfalt...
Solange jegliche Entwicklungen marktbedingt gegeneinander arbeiteten,
darf man sich über Inkompatibilitäten nicht wundern.
>> Da Frage ich mich, ob solche fehlerhaften Produckte überhaupt auf
>> lange Sicht gesehen vertretbar sind
>
> Die Produkte sind solange vertretbar, wie sie vom Markt angenommen
> werden (sprich: von den ach-so-armen Endverbrauchern gekauft werden).
....oder die ganze Menscheit sich mit diesem Wahnsinn selbst vernichtet.
> Und solange Konsumenten auf der Geiz-ist-geil weiterreiten wird sich die
> Industrie kaum umstellen, denn es wird letztlich genau das angeboten,
> was das Kaufvieh kauft.
Ja das sind wahrlich einige Punkte, die eine fehlgeleitete Marktwirtschaft
so mit sich bringt.
> Alles muss billig und mit möglichst vielen
> Features vollgestopft sein, Qualität im Sinne der Umgangsprache ist
> irrelevant. Im Business-Bereich ist das anders, da gibt es hochwertige
> Hardware, Software mit Wartungsverträgen und ähnliche Dinge.
Der Begriff "hochwertig" wird wohl unter dem Gesichtspunkt definiert,
wie es in der Kasse klingelt, egal wie Rückständig die Qualität ist.
> Jeder
> Endverbraucher würde sich an den Kopf fassen, würde man ihm vorschlagen,
> anstelle des neuen ALDI-PCs einen teureren und schlechter ausgestatteten
> Business-Rechner zu kaufen und für sein OS einen Wartungsvertrag
> abzuschliessen. Der Mehrwert ist ihm mangels besseren Wissens
> schlichtweg nicht ersichtlich,
Ok, so wird sich beim Endverbraucher nichts ändern, besonders weil die
Produkte nur zum Verbrauch und Neukauf entwickelt wurden.
>> und ob nicht ein Umdenken nötig wäre mit den Resourcen schonender
>> umzugehen, als sich mit halbgaren Unzulänglichkeiten künstlich
>> aufzuhalten.
>
> Welche Ressourcenmeinst Du? Systemressourcen?
Nee ich meine wir haben nur eine Erde und der jährliche Bedarf an
Rohstoffen explodiert in einem Maße, welches wir uns schon lange nicht
mehr leisten können, falls wir noch ein paar weitere Jahrzehnte hier
überleben wollen.
> Ich hoffe, Du ziehst jetzt
> nicht das falsche Argument aus dem Hut, händische
> Assemblerprogrammierung wäre ja so viel effizienter...
Nein die heutigen C-Compiler arbeiten ja schon so ziemlich hardwarenah,
so das es wohl von dieser Seite keine grundlegende Änderung bedarf.
Meine Probleme mit C und meine vorliebe für Assembler, sehe ich nicht als
tragfähiges Argument, wenn es um effizienten Code geht.
>> Wer mehr sorgfalt beim Entwickeln aufwendet, brauch auch nicht mühsum
>> durch Schlampigkeit bedingte Fehler umständlich suchen.
>
> Solche Äusserungen zeigen ganz klar, dass Dir schlichtweg die
> entsprechenden Erfahrungen im Bereich grosser Softwareprojekte fehlen,
> sonst würdest Du nicht sowas von Dir geben. Wir reden hier wie gesagt
> nicht von kleinen Progrämmchen, die irgendein Hobbyprogrammierer zu
> Hause zusammenbastelt, sondern um Projekte im Rahmen mehrerer hundert
> bzw. tausend Mannstunden. Fehler schleichen sich da zwangsläufig ein,
> trotz Unterstützung durch Code-Management-Tools...
Na ich bin von solchen Aussagen einer marktwirtschaftlich orientierten
Softwareentwicklung nicht überzeugt. Die kommenden Genarationen, die dann
dieses nicht mehr haltbare Wirtschaftssystem bereits abgesetzt haben,
werden den Beweiß dann antreten, das ebenso Software-Großprojekte weit
aus besser und fehlerfreier zu gestalten sind, als solche ungaren Produkte
die nur häpchenweiße ein Erfolg zu mehr Provit garantieren, die technischen
Möglichkeiten lieber in dunkle Schubladen verschwinden lassen.
>>> Deswegen ist es auch nicht hilfreich, noch ein paar hundert
>>> Angestellte mehr einzustellen, die alle auf der in etwa gleichen
>>> Firmenhardware arbeiten und alle in etwa das gleiche tun. Betatests
>>> unter realen Anwendungsbedingungen in der Zielgruppe sind da
>>> wesentlich effektiver. Ziel ist auch nicht das Auffinden *aller*
>>> Fehler, sondern die Wahrscheinlichkeit für noch verbliebene Fehler
>>> unter ein gewisses Mass zu drücken.
>>
>> Genau diese Enstellung verhilft jetzt der Wirtschaft zu schnellen
>> Gewinnen, doch die damit eingegangenen Mängel, werden uns im Endeffekt
>> teurer kommen wenn nichts mehr richtig zusammenspielt, weil
>> wir uns jahrelang nur mit Müll abgefunden haben.
>
> Nein, das ist schlichtweg das Resultat des Kundenwunsches, ein
> bestimmtes Produkt zu einem möglichst niedrigen Preis haben zu wollen.
Die Kunden sind ja zu solchen Kaufvieh auch gut erzogen worden.
Gäbe man den Kunden eine wahre Entscheidungsmöglichkeit und würde
die Orientierung nicht durch Produktlügen auf aller erdenklichen Art
zum unübersichtlichen Kaos gestalten, würden die heutigen Produkte
in ihrer Minderwertigkeit wohl eher abgelehnt werden.
>>> Denn gerade das Auffinden dieser restlichen Fehler ist idR
>>> unverhätnismässig aufwendig.
>>
>> Dabei wären auch diese vermeidbar, wenn man nur wollte.
>
> Wie gesagt, befasse Dich erstmal mit der Materie.
Um dieses fehlerhafte System als solches zu erkennen, bedarf es keiner
tiefgreifender Einarbeitung in Teilbereiche dieser fehlgeleiteten
Entwicklung. Wer natürlich selber derart viel eigene Lebenszeit in solche
Richtungen investiert hat, kann ander |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
|
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group Deutsche Übersetzung von phpBB.de
|